Und so ging es weiter…

…und so fing alles an.

1911: Am 19. November wird die Wintersportabteilung als „Schneeschuhriege“ dem TV Hindelang angeschlossen. Riegenführer wird Josef Schmid. (Für die Mitglieder der Schneeschuhriege gelten wie schon in der Wintersportabteilung die Satzungen des Allgäuer Skiverbandes.) Carl Waibel hält noch zu Weihnachten einen Skikurslehrgang ab. Seine Mitstreiter: Josef Herz, Luis Weber und Josef Schmid. Fleißig waren sie, unsere Pioniere, denn bis April führten sie über 15 Skitouren durch.

1912/13: Außer bei internen Sportveranstaltungen haben die „jüngeren“, wie Luis Herz, Josef Wittwer und Sepp Rist beachtliche Erfolge anlässlich der Allgäuer Skimeisterschaften erzielt.

1913/14: „Se händ a Sprungschonz böut!“

1914: Damals schreibt der Chronist: „Der Ausbruch des Krieges und damit die furchtbaren und schrecklichen Folgen haben uns die Hoffnung und Freude auf den edlen Skisport in den kommenden Wintern vollständig entrissen. „

1915-18: Wegen der andauernden Einberufungen zum Heeresdienst, waren nun auch unsere letzten Mitglieder fern der Heimat.

1918/19: Der Chronist: „Der Skisport lebt wieder auf und unsere Bergeshöhen können sich der alten und treuen Besucher wieder erfreuen.“ Auch werden wieder, wie früher, kleinere und größere Touren durchgeführt.

1919/20: Riegenobmann Sebald Schofer erreicht für die Schneeschuhriege größere Selbstständigkeit und damit die Bildung eines Ausschusses. Die 5. Allgäuer Verbandswettläufe werden in Hindelang durchgeführt. Die Disziplinen sind: Langlauf, Hindernislauf (wegen Regen – damals schon – ausgefallen) und Sprunglauf. Von 82 Teilnehmern sind 35 Hindelanger.

1921/22: Die Schneeschuhriege trennt sich am 13. November 1921 vom Turnverein und macht sich als „Schneeschuhverein Hindelang“ selbständig. Erster Vorsitzender wird Sebald Schofer.

SVH-Logo (alt)Das neue Abzeichen des „Schneeschuhvereins Hindelang“

1922/23: Der Schneeschuhverein sprengt alle Grenzen und umfasst bereits 200 Mitglieder. Luis Herz gewinnt – die Titelsammlung beginnt – die Bundeswettläufe um die Meisterschaft von Schwaben. Sepp Rist entscheidet den Hindernislauf bei den Allgäuer Skiverbandswettläufen in Immenstadt für sich.

1923/24/25: Unsere Hindelanger erringen den Wanderpreis als beste Deutsche Vereinsstaffel. Und so sah die Mannschaft aus:SVH-Staffel 1928

Die Siegermannschaft von links nach rechts Luis Herz, Eduard Blanz,Albert Brutscher, Simon Blanz, Adalbert Maier

1925/26: Der Wanderpreis für das Vereinsskispringen (Goldener Ski) wurde zum Dritten Mal – also endgültig – von Luis Herz gewonnen. Im Staffellauf des ASV ist die Hindelanger Mannschaft zum zweiten Mal siegreich.

1926/27: Dem SV Hindelang wird die Ausrichtung der Allgäuer Skimeisterschaft übertragen, wobei erstmalig ein Damenlauf durchgeführt wird. Dazu der Chronist: „Der Damenlauf wirkte sich auf die Zuschauer äußerst humorvoll aus. Der Lauf war für das zarte Geschlecht wohl etwas zu schwierig und hatte dadurch unzählige Stürze zur Folge.“

1927/28: Erstmalig wird eine Geschäftsstelle errichtet.

1928/29: Die in den letzten Jahren so erfolgreiche Staffel des SV Hindelang wird diesmal in Oberstaufen „nur“ dritter. Der damalige Chronist: „ Gegen das Berufsläufertum, wie es München besitzt, können unsere Leute nicht mehr kämpfen.“

1929/30: Die Jugendarbeit wird von wackligen Beinen auf eine solide Basis gestellt. 121 Jugendliche treten dem Verein bei. Der Verein umfasst somit nun schon sage und schreibe 288 Mitglieder.

1930/31: Karl Koller kehrt als Schwäbischer Meister 1931 von der Meisterschaft aus Isny zurück. Er gewinnt auch das Eröffnungsspringen auf der neuerbauten Sprungschanze mit sagenhaften 37 Metern.

Karl Koller als Skimeister 1931

Karl Koller als „Württembergisch-Schwäbischer“ Skimeister 1931

1931/32: Schlechte Schneeverhältnisse! Noch nie ein Problem für den SV Hindelang gewesen! Die Allgäuer Skimeisterschaften mussten zwar nach Oberjoch verlegt werden, konnten aber reibungslos durchgeführt werden. Das Präparieren der Sprungschanze wurde erst möglich, als die Motorspritze von Bad Oberdorf eingesetzt wurde. So kennen wir unseren SVH!

1932/33: Besonders erwähnenswert ist hier die Erstellung der Abfahrtsstrecke Ochsenalp – Luitpoldbad.

1933/34: Karl Koller wird Schwäbischer und Tiroler Landesmeister, die Staffel des SVH gewinnt die Schwäbische Meisterschaft.

SVH Schwäbische Meister 1934

Der Schwäbische Meister in der 4×10 Km-Staffel. Von links: Adolf Meier, Edi Blanz, Karl Koller, Toni Waibel, Simon Blanz

1934/35: Der Beginn einer großen Rennserie – die Abfahrtsstrecke Iseler Oberjoch wird als Standardstrecke festgelegt. Ebenso die Bedingungen zur Erlangung des Standardabzeichens.

Standard-Abzeichen 1935

Das 1935 eingeführte Standard-Abzeichen, dass in Bronze, Silber und Gold verliehen wurde

1935-39: Die Standardläufe werden zum festen Bestandteil im Terminkalender des SVH. Gleiches gilt für die Tatsache, dass die Hindelanger Allgäuer Meisterschaften übernehmen, die andernorts wegen Schneemangel nicht durchgeführt werden können (siehe Allgäuer Skimeisterschaft 1936). Der Leser wird im hinteren Teil der Festschrift noch öfters auf diesen Zusammenhang stoßen. Luis Herz legt nach fünfzehnjähriger Tätigkeit sein Amt als 1. Vorsitzender nieder. Nachfolger wird am 16. November 1938 Karl Koller. Bei der Weltmeisterschaft in Zakopane läuft Leonhard Bach als Mitglied der Deutschen Staffel auf seiner Teilstrecke Bestzeit.

1939/46: Infolge des Krieges ist eine normale Vereinstätigkeit nicht mehr möglich.

Das 1935 eingeführte Standard-Abzeichen, dass in Bronze, Silber und Gold verliehen wurde

1946/47: Da der Reichsbund für Leibeserziehung nicht mehr existiert, erhält der Verein einen neuen Namen. Die neue Bezeichnung: Skiverein Hindelang e.V., Erster Vorsitzender wird Franz Hartmann. Der Bau einer neuen Schanze wird nicht nur einfach beschlossen, sondern auch Heini Klopfer mit der Planung beauftragt. Am 22. März 1947 wird Franz Scholl zum 1 Vorsitzenden gewählt. Eine neue Satzung wird beschlossen und das Sonderzeichen für besondere Leistungen beim Standardlauf („Goldene Tanne“) eingeführt.

Abzeichen Goldene Tanne vom IselerDie „Goldene Tanne vom Iseler“ wurde für Zeiten 1:55 und darunter vergeben

1947-50: Dem Verein gehören nunmehr schon wieder 209 Mitglieder an. Am 5. Dezember 1948 wird Karl Koller 1.Vorsitzender. Hurra! Die neue Schanze ist fertig gestellt. Nochmals Hurra! Evi Lanig wird Bayrische Jugendmeisterin im Abfahrtslauf – noch nicht genug: Albert Mohr wird Bayrischer Meister in der Staffel.

Bachverrohrung an der Hornschanze 1949Bachverrohrung im Auslauf der neuen Hornschanze in der Tuffenoy.

Am Rohr: Sepp Rist, Engelbert Scholl, Hermann „Daddy“ Arntz,
hinten rechts: Albert Mohr.

Die Hornschanze ist fertig !Die neue Schanze ist endlich fertig !                                                      

1950-52: Der Titelreigen geht weiter:

  • Albert Mohr: Deutscher Meister über 15 km und in der Staffel
  • Evi Lanig: Bayrische Jugendmeisterin im Abfahrtslauf und der alpinen Kombination
  • Karl Zillibiller: Bayrischer Jugendmeister ebenfalls im Abfahrtslauf und der alpinen Kombination
  • Reinhold Karg: zum dritten Mal Allgäuer Meister im Nordischen Skilauf

Bild12 Reinhold Karg                Albert Mohr

Reinhold Karg                                                        Albert Mohr

Angesichts dieser Titelflut ist es nicht verwunderlich, dass 5 Mitglieder des Vereins für die Olympiaauswahl nominiert werden. (siehe unsere Titelträger + Alois Harrer). Der bisherige Vorstand Karl Koller wird zum 1. Vorsitzenden des ASV berufen. 1952 wird darum Georg Scholl 1. Vorsitzender des SVH. Hans-Peter Lanig steht seiner erfolgreichen Schwester in nichts nach – er wird Bayrischer Meister im Abfahrtslauf.

1952/53: Auch wenn es allmählich den geneigten Leser nerven könnte, aber die Titelserie reißt nicht ab:

  • Evi Lanig: Deutsche Meisterin im Abfahrtslauf und Deutsche Jugendmeisterin im Slalom
  • Albert Mohr: erneut Deutscher Meister mit der Staffel
  • Peter Schenk: Deutscher Jugendmeister im Abfahrtslauf
  • Hans-Peter Lanig: Bayrischer Jugendmeister in der alpinen Kombination

So ganz nebenbei: in der Jahreshauptversammlung 1952 wird ernsthaft über die allgemein aufkommende „Pistenraserei“ geklagt.

1953/54: Adolf Meier wird 1. Vorsitzender. Aufgrund von weiteren Meistertiteln erhält Evi Lanig den Goldenen Ski des DSV. Hans-Peter wird im Abfahrtslauf Deutscher Meister

Evi LanigDie Deutsche Meisterin 1954 im Abfahrtslauf und der alpinen Kombination Evi Lanig, mit ihrem Bruder Hans-Peter, Deutscher Meister im Abfahrtslauf

1954/55: Auch in dieser Saison gingen die Deutschen Meistertitel an die Geschwister Lanig. Karl Zillibiller ergänzte die Erfolgsserie durch den Deutschen Meistertitel im Riesenslalom. Die Sportpresse schreibt: „Hindelanger Titelträger beherrschen den Jenner!“

1955-1958: Ein Schwerpunkt der folgenden Winter war der inzwischen legendäre Osterriesentorlauf (Vorläufer der Weltcuprennen). Die schon obligatorischen Meistertitel von den bereits mehrfach genannten Rennläufer, entnehme der geneigte Leser bitte der im Anhang befindlichen Meisterliste!

1958/59: Hannes Lanig wird 1958 1. Vorsitzender des SVH. Ebenfalls in diesem Jahr erhält auch dessen  Bruder Hans-Peter den „Goldenen Ski“ des DSV.  Alois Haberstock wird Bayerischer Jugendmeister im Sprunglauf. Der Verein weist stolze 344 Mitglieder auf – nicht zu vergessen zusätzlich noch 232 Jugendliche! Dieser enorme Mitgliederanstieg lässt für die Zukunft hoffen – Sie werden sehen!

Skispringer Alois HaberstockAlois Haberstock beim Ausscheidungsspringen für die Winterolympiade 1964

1959/60: Hans-Peter Lanig gewinnt die Silbermedaille in der Abfahrt in Squaw Valley und den 3. Platz in der Dreierkombination der Weltmeisterschaft.

1960/61: Hans-Peter Lanig erhält das Silberne Lorbeerblatt und – wer hätte das gedacht – der Verein feiert sein 50. Jubiläum! Axel Lanig wird Deutscher Jugendmeister in Slalom, Riesenslalom, Abfahrtslauf und der alpinen Kombination!!

1961/62: Schon wieder ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Der SV Hindelang führt die Deutschen Alpinen Skimeisterschaften durch.

1962-66: Dieter Fersch wird 1962 sowohl Bayrischer als auch Deutscher Jugendmeister im Slalom. Diesen Titeln fügt er im Folgejahr noch vier weitere hinzu. Aufgepasst! Erstmals taucht ein sogenanntes „FIS-Rennen“ im Veranstaltungskalender des SVH auf.

Dieter Fersch 1968Olympiateilnehmer Dieter Fersch beim Hahnenkammrennen 1968

Die nächste Titelsammlung gefällig?

  • Rudi Schalber wird Deutscher Jugendmeister im Abfahrtslauf
  • Sepp Heckelmiller gewinnt die Bayrische Meisterschaft in Abfahrt und Riesenslalom – und im Jahr darauf den Slalomtitel der „Bayrischen“

Bild17_Rudl Schalber 1968Nationalmannschaftmitglied, Rudl Schalber beim Lauberhornrennen 1968

Neuer 1. Vorsitzender wird Karl Herz.Plakat Deutsche Alpine Skimeisterschaften 19711971-76: Karl Koller Junior wird neuer 1. Vorsitzender. Unabhängig davon steht das Jahr 1971 unter dem Zeichen von Veranstaltungsausfällen. Bis auf den Vereinslanglauf beim Giebelhaus, mussten alle anderen Veranstaltungen abgesagt werden. Der schlechteste Winter seit Jahren!! Sepp Heckelmiller nimmt 1972 zum zweiten Mal an Olympischen Spielen teil und erhält für seine Erfolge (erfolgreichster Teilnehmer an den Deutschen Meisterschaften 1974) den „Goldenen Ski“.

Sepp HeckelmillerSepp Heckelmiller, Teilnehmer an den Winterolympiaden 1968 und 1972

 

Nach längerer Zeit wird wieder ein internationaler Nachtlanglauf durchgeführt. Erstmalig ist die Veranstaltung eines Volkslaufes vom Jochpass zum Gaichtpass. Bei dem zur Eröffnung der neuen Nachtloipe durchgeführten Langlauf um den Hindelanger Bergkristall, der fast die gesamte Nationalmannschaft am Start sieht, wird erstmalig das von Else Turk gespendete elektronische Zeitnahmegerät eingesetzt. Erwähnenswert sind die 600 Teilnehmer am Jugendskitag! Wer sich so um seinen Nachwuchs bemüht, braucht sich um den Erfolg nicht zu sorgen.

Siegerehrung Jugendskitag am Sonnenbichl anno dazumal

Siegerehrung Jugendskitag am „Sonnenbichl“

 

1976-79: Der Skiverein Hindelang lässt aber auch keine Sportart aus. So hatte er zum Beispiel im Jahre 1977 – zusammen mit dem Schützenverein – die Deutsche Biathlon Meisterschaft durchgeführt. Der SVH beteiligt sich erfolgreich an der Fuchsberger Fernsehshow „Auf Los geht’s Los!“ und erzielt durch diese eineinhalbstündige Fernsehübertragung für die Gemeinde einen unbezahlbaren Werbeeffekt! Else Turk spendet erneut für den Verein – und zwar den legendären Sportbus „ELSE“! Trotz extrem schlechter Witterungsbedingungen ließ sich der Skiverein Hindelang nicht davon abhalten, erstmals einen Freestyle Worldcup auszurichten.

Trickski-Weltcup Buckelpiste 2Erstmals in Deutschland Trick-Ski-Worldcup auf dem Oberjoch

1979-82: Die gesamte Deutsche Nationalmannschaft der Herren war am Start des FIS-Rennens (Slalom und Riesenslalom) am Oberjoch. Otto Weber wird am 04. November 1980 neuer 1. Vorsitzender. Anlässlich eines FIS-Damenrennens am Iseler hat der Technische Delegierte den SVH für weitere internationale Veranstaltungen empfohlen. Die Mitgliederliste umfasst zur Versammlung im November 1981 591 Mitglieder. Der Freestyle Weltcup wird zum festen Bestandteil des jährlichen Veranstaltungsprogramm.Schwedentrainer Peter Endras

1982/83: Am Iseler ließen unsere rührigen Sportwarte eine neue FIS-Strecke homologieren. Der Sportwart Nordisch bemüht sich mit einem Kraftakt um einen Neuaufbau des nordischen Skilaufes im Verein.

1984/85: Dank des Sponsorings der Raiffeisen Bank Hindelang wurde der „Ostrachtal-Raiffeisen-Cup Alpin“ ins Leben gerufen. Peter Endras – langjähriger Trainer der deutschen Nationalmannschaft in den Technikdisziplinen wird Nationaltrainer der Schweden.

Trainer Peter Endras freut sich über die Berufung ins „Schweden-Team“

Trickski-Weltcup Springen 1

Freestyle-Weltcup Buckelpiste

 

Schon sind wir im Jahre 1986

Für den Leser dieser Chronik mag es dann doch ein wenig ermüdend werden, Jahr für Jahr zu erfahren, welche Veranstaltungen der Skiverein durchgeführt hat. Probieren wir es – natürlich chronologisch – ein wenig anders. Klar sollten Sie wissen, dass 1986 Hans Heim 1. Vorsitzender worden ist. Die Veranstaltungspläne zeigen „ Business as usual!“  – nein nicht ganz. In den Jahren 1986 bis 1988 taucht erneut der Freestyle Weltcup auf. Natürlich auch, wie schon in der Vergangenheit, FIS-Damen Skirennen – und erstmals wieder – eine Neuauflage des Standardlaufes ( mit ca. 80 Teilnehmern). Die Durchführung der Württembergischen Sparkassenmeisterschaften etabliert sich ebenfalls im Veranstaltungskalender. Nicht zu vergessen das 1987 der Verein eine Geschäftsstelle im Feuerwehrhaus eröffnete. Mit „Anrufbeantworter“, wie Schriftführer Peter Kremsreiter, stolz berichtete.
Geschäftsstelle SVHGeschäftsstelle SVH

Neue Geschäftsstelle des Skivereins im Feuerwehrhaus Hindelang

Das Jahr 1989, einer der Höhepunkte in der Vereinsgeschichte? Ohne Zweifel „Ja“. Am Oberjoch fand die 2. Freestyle Weltmeisterschaft statt! Warum die Zweite? Die erste WM hat Hindelang gegen Jean Cloud Killy und französisches Geld verloren – deutsche Wertarbeit war da wohl nicht genug. Aber, wie gesagt 1989 war es dann soweit. Über 15.000 Zuschauer beim Kunstspringen, jeweils tausende von Zuschauern beim Buckelpisten fahren und beim Skiballett. Täglich ca. 1 Stunde Live-Übertragungen (in alle Welt), das waren wohl alle Anstrengungen wert, um dieses Großereignis trotz äußerst widriger Wetterbedingungen reibungslos über die Bühne zu bringen. Dass diese Sportart olympisch wurde, ist nicht zuletzt den Weltcupveranstaltungen am Oberjoch zu verdanken. In diesem Zusammenhang gilt es ein „Hohes Lied“ zu singen. Es gilt ein dickes Lob auszusprechen an die vielen Helfer, die für eine Brotzeit und in guten Jahren für ein Taschengeld unermüdlich auf den Strecken tätig waren: „DANKE!“

Logo Freestyle-WM 1989
Freestyle3Bild27_Freestyle2

1989 wurde erstmals ein Mountainbike-Rennen veranstaltet, worauf auf Anregung von Goffy Kaufmann eine Mountainbike-Abteilung gegründet wurde.

1990 wurde Gerhard Kölbl zum 1.Vorsitzenden gewählt.

Aufgepasst: Mira Kuisle wird die erfolgreichste Deutsche Jugendliche im Biathlon!

Was geschieht mit einem Verein, der keinen 1.Vorsitzenden zu der 1992 anstehenden Neuwahl finden kann? Soll man resignieren?? Alles hinschmeißen? Alles aus, nach über 80 Jahren? Oder sollte man gar etwas ganz Neues versuchen? Und das bei „deane g`stärgrindiga Hindelôngar“! Bei der Versammlung wurde ein neues Konzept vorgelegt. Nicht ein erster Vorsitzender sollte es sein, sondern 3 Ressortleiter. Diese waren: Monika Berwein-Schmid, Christl Brutscher und Willy Kandler. Die dazu notwendige Satzungsänderung für die Lösung mit den drei Häuptlingen wurde von den anwesenden Mitgliedern einstimmig angenommen. Dass die Schwierigkeiten im Funktionärswesen, über die wohl jeder Verein zu klagen hat, keine Auswirkungen in der Nachwuchsarbeit zeigten, beweist folgendes:

Robert Füss wird 1992 Allgäuer Schülermeister Alpin und Mira Kuisle wird bayrische Meisterin im Biathlon, zweite und dritte bei der „Deutschen“ und qualifiziert sich für die Junioren-Weltmeisterschaft.

Es ist erfreulich, dass der Sportwart Alpin (Karl Stich) für die Jahre 1993 und 1994 folgendes verkünden konnte: 50 Kinder am Rennbetrieb beteiligt – und zwar an 18 Rennen über die Grenzen des Ostrachtales hinaus, aber überwiegend im Allgäu!

Ebenso erfreulich ist, dass der Sportwart Nordisch (Hartmut Waibel) von 15 Kindern berichten konnte, die an der Allgäuer Langlauf-Minitournee teilnahmen.

Das ist höchst erfreulich!! Wie sagt man so schön: „Die sind weg von der Strasse!“ Die Gefahr, dass sie in späteren Jahren in bedenklichen Zustand auf Bahnhofsvorplätzen angetroffen werden, besteht wohl nicht mehr.

Siegerehrung Ostrachtaler Jugendcup

Siegerehrung Schülerrennen mit Pokalen – riesen Freude!

1993 verabschiedet sich der Freestyle Weltcup mit einer letzten Veranstaltung von Hindelang. Schon lange war nicht mehr die Rede von Deutschen Meistern aus den Reihen des SV Hindelang. Keine Bange!

Mira Kuisle Deutsche Meisterin im BiathlonIm Jahr 1996 wird Mira Kuisle Deutsche Meisterin im Biathlon.

Ebenfalls im Jahr 1996 kehrte der SV Hindelang wieder zu seiner alten Satzung zurück. Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde Kaspar Scholl gewählt. Es ist im Nachhinein müßig, darüber zu diskutieren, warum der Versuch eines neuen Konzeptes gescheitert ist. Tatsache ist, dass die damalige Lösung den Verein über eine sehr schwierige Zeit hinweg gerettet hat.

 

 

 

Wir sind im Zeitraum 1996 / 1997. Nur um einmal kurz zu veranschaulichen, welche Bandbreite der SV Hindelang zusammen mit seinen Helfern abdeckt, lesen Sie und staunen Sie:

21./22.12.1996:                Snowboard Europacup

03.01.1997:                        Raiffeisencup 1. und 2.Lauf

05.01.1997:                        ASV Atomic-Cup

11.01.1997:                        Hornerrennen Vorderhindelang

12.01.1997:                        Rodelrennen Bad Oberdorf

18.01.1997:                        Alpiner Vergleichskampf Hindelang-Tannheim

26.01.1997:                        Allgäuer Latschenkiefer Skitrail Marathon

30.01.1997:                        Skimeisterschaften der Berufsfeuerwehren

08.02.1997:                        Raiffeisencup 3. Lauf

11.02.1997:                        Grauschimmelderbie

14.02.1997:                        Nordische Vereinsmeisterschaft

15.02.1997:                        Ostrachtalcup

18.02.1997:                        Landesentscheid Ski Alpin der Schulen

22.02.1997:                        Skijugendtag (ca. 350 Teilnehmer)

01.03.1997:                        Württembergische Sparkassenmeisterschaften

02.03.1997:                        Alpine Vereinsmeisterschaft

Dies war nur ein Auszug aus dem Terminplan des Vereins – aber bleiben wir im Jahr 1997. Der Sportwart Alpin (Seppi Holzheu) berichtet, dass 70 Kinder am Training teilnehmen. Hey – da war doch noch was! 1993 waren es schon 50 Kinder und 1997 70 Kinder (nur Alpin). Von wegen uns laufen die Mitglieder weg! Reicht es, wenn wir den Nachwuchstrainern „Danke“ dafür sagen? Weitergehende Vorschläge (Spenden) werden vom Skiverein Hindelang gerne angenommen!

Auffallend bei der Durchsicht der Veranstaltungspläne ist die Tatsache, dass immer wieder FIS-Rennen für Damen und Herren auftauchen. Der nationale Verband (DSV) und auch der internationale Verband (FIS) sollten schon mal darüber nachdenken, ob der SV Hindelang nicht für noch größere Aufgaben geeignet ist (Weltcup)!?

Was machen denn die Mountainbiker? Wie vorne gelesen wurde die Abteilung 1989 gegründet und leset und staunet im Jahre 2000 wurde Pius Vögele 5. bei der Deutschen Meisterschaft.

Glaubt ja nicht, dass im nordischen Bereich nichts los war. Beispiel gefällig? In der Saison 1999 / 2000 belegten die Nachwuchslangläufer des SV Hindelang bei verschiedenen Veranstaltungen 12 (in Worten zwölf) 1. Plätze, von den fünf 2. Plätzen ganz zu schweigen.

Im Jahr 2001 wurde ein „normales“ Veranstaltungsprogramm abgewickelt. Doch was heißt „normal“? 18 Rennen sind eine Beanspruchung der Helfer, die weit über das „NORMAL“ hinausgeht. Zitat des rührigen 1. Vorsitzenden Kaspar Scholl aus der Generalversammlung: „ Der Aufwand der ehrenamtlichen Helfer geht bisweilen bis an die Grenze der Belastbarkeit – ich ermahne die Kritiker, die Dinge nicht zu zerreden, sondern vielmehr tatkräftig mitzuhelfen!“

So ganz nebenbei im Jahr 2001 hat der Skiverein Hindelang auch ein Europacup Herren-Rennen abgewickelt. Dies zur vollsten Zufriedenheit ganz besonders von Seiten der Teilnehmer.

Die Leser gelüstet es nach einem Deutschen Meister aus den Reihen des SV Hindelang? Keine Bange – da ist er schon: 2004 Deutscher Jugendmeister in der Abfahrt – Hannes Wagner! Doch dazu später noch mehr. Von den Kleinen gar nichts? Weit gefehlt! Hans-Jörg Füss wird Allgäuer Schülermeister im Riesenslalom.

Ein kurzer Blick zum Biathlon: Florian Müller belegte in der Saison 2002 / 2003 in der Bayrischen Rangliste den 4. Platz.

Im Dezember 2005 wurde am Oberjoch das Alpine Trainingszentrum des Allgäuer Skiverbandes (ATA) eröffnet. Ein herausragendes Ereignis für den Wintersport im Ostrachtal und darum auch für den SV Hindelang.
Helfereinsatz beim Europacup am ATA

Helfereinsatz bei Europacup 2009 am ATA

Auch wenn es nach Wiederholung klingt, für die Saison 2004 / 2005 halten wir hier den Trainingsbesuch unserer Kinder fest:

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80 Kinder Alpin

30 Kinder Nordisch

40 Kinder Mountainbike

Allgäu-MTB-Kids-Cup am Wiedhaglift

Dazu passt der Tiefschlag aus der Politik: Die Übungsleiterzuschüsse werden gekürzt!! Überall muss gespart werden. Wirklich überall? Man fängt halt bei denen an, die sich nicht wehren können!

Im Jahr 2006 wurden auf der Rennstrecke des ATA`s sieben FIS-Rennen durchgeführt. Irgendwo fallen witterungsbedingt FIS- oder Europacup-Rennen aus – kein Problem – das ATA und der Skiverein Hindelang übernehmen! Der SV Hindelang ruft und seine zahlreichen Helfer stehen bereit. Ein wahrlich herausragendes Beispiel für örtlichen Zusammenhalt!!

Zeitnahme bei Sparkassenmeisterschaften 2006 Walter Kremsreiter-Ralf SchmidZeitnahmeteam im Einsatz (Ralf Schmid, Walter Kremsreiter bei Sparkassenmeisterschaften 2006)

 

Für diesen Zusammenhalt spricht auch die jährliche Durchführung der Württembergischen Sparkassenmeisterschaften mit ca. 1000 Teilnehmern auf zum Teil 4 Rennstrecken! Ein Ereignis, dass auch der Vereinskassier zu würdigen weiß!

Sparkassenmeisterschaft

Baden-Württembergische Sparkassenmeisterschaften 2006 am Grenzwieslift

 

 

Im Biathlon wird Florian Müller Jugendmeister im Sprint.

Florian MüllerFlorian Müller: Deutscher Biathlon Jugendmeister 2006 

Die Schülerbiathletin Magdalena Maugg erreicht drei 1. Plätze im Bayerncup.

Das war`s aber noch lange nicht! Sie erinnern sich an Hannes Wagner, 2007 wird er Deutscher Meister in der Abfahrt – im Jahr 2008 gewann „unser Hannes“ drei Deutsche Meistertitel bei den Senioren und zwar im Super-G, in der Abfahrt und auch in der Super Kombination. Er setzt sogar noch einen drauf – im Jubiläumsjahr gelang es dem Hannes zum 3.Mal, den Titel des Deutschen Meisters in der Abfahrt für sich zu entscheiden. Inzwischen fährt Hannes Wagner auch Weltcupabfahrten.

Gemeindliche Ehrung Hannes WagnerEhrung des deutschen Abfahrtsmeisters Hannes Wagner durch Bürgermeister Roman Hau

 

 

 

Übrigens: im Jubiläumsjahr zählt der Verein 698 Mitglieder. Durch die langjährige hervorragende Arbeit unserer Trainer mit Cheftrainer Michl Renn, konnten im letzten und im Jubiläumsjahr die beiden höchsten Schülerrennserien Alpin in den Klassen S12 uns S14 gewonnen werden. Der SVH stellt 1/3 der Rennläufer im Oberallgäuer Schülerkader Alpin , sowie die Hälfte bei der Rennschule Allgäu.

Der gesamte Vorstand in der Saison 2013/14 1450191_213358228843441_1041158971_n



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